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ÖNorm B 3691

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§ 1 Allgemeines / Geltungsbereich
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Geltungsbereich

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§ 1 (1)
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(1) Dieses Landesgesetz regelt das Bauwesen im Land Oberösterreich, soweit es sich nicht um technische Anforderungen an Bauwerke handelt. (Anm: LGBl.Nr. 34/2013)

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§ 1 (2)
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(2) Soweit durch Bestimmungen dieses Landesgesetzes der Zuständigkeitsbereich des Bundes berührt wird, sind sie so auszulegen, daß sich keine über die Zuständigkeit des Landes hinausgehende rechtliche Wirkung ergibt.

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§ 1 (3)
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Dieses Landesgesetz gilt nicht für

  • 1.bauliche Anlagen, die abfall- oder abfallwirtschaftsrechtlichen, berg- oder schifffahrtsrechtlichen Vorschriften unterliegen;

  • 2. bauliche Anlagen, die wasserrechtlichen Vorschriften unterliegen und unmittelbar der Benützung der Gewässer (zB Anlagen zur Wasserversorgung, Abwasserentsorgung oder Energiegewinnung) oder unmittelbar der Abwehr ihrer schädlichen Wirkungen (Schutz- und Regulierungswasserbauten) dienen;

  • 3. bauliche Anlagen, die eisenbahn-, seilbahn- oder luftfahrtrechtlichen Vorschriften unterliegen;

  • 4. bauliche Anlagen, die spezifisch militärischen Zwecken dienen, wie Befestigungsanlagen, Munitionslager, Flugplätze, Luftraumüberwachungseinrichtungen, Fernmeldeanlagen und sonstige im öffentlichen Interesse geheimzuhaltende Militäranlagen;

  • 5. bauliche Anlagen, die der Leitung oder Umformung von Energie dienen, wie Freileitungen, Leitungsmasten, Transformatorenstationen, Kabelstationen und -leitungen, Gasreduzierstationen und -leitungen, Pumpstationen, Fernwärmeleitungen und dgl., soweit es sich nicht um Gebäude handelt;

  • 5a. Stromerzeugungsanlagen, soweit sie dem Oö. Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2006 unterliegen, ausgenommen Windkraftanlagen gemäß § 25 Abs. 1 Z 7 sowie Photovoltaikanlagen gemäß § 25 Abs. 1 Z 7a;

  • 6. Funkanlagen, die telekommunikationsrechtlichen Vorschriften unterliegen, einschließlich der dazugehörigen Antennen, soweit es sich nicht um Gebäude oder um Anlagen im Sinn des § 24 Abs. 1 Z 5 oder § 25 Abs. 1 Z 1 handelt;

  • 7. bauliche Anlagen, die forstrechtlichen Vorschriften unterliegen, soweit es sich nicht um Gebäude handelt;

  • 8. straßenrechtlichen Vorschriften unterliegende Straßen und deren Bestandteile, Kanäle, Brücken und Stege;

  • 9. Wohnwagen, Mobilheime und andere Bauwerke auf Rädern, soweit sie zum Verkehr behördlich zugelassen sind, oder dem Campieren dienende Anlagen auf Campingplätzen gemäß § 70 Abs. 2 Oö. Tourismusgesetz 2018;

  • 10. Zelte, soweit es sich nicht um Gebäude handelt; Bauwerke für eine vorübergehende Dauer von höchstens vier Wochen, soweit sie nicht Wohn- oder sonstigen Aufenthaltszwecken dienen;

  • 11. Telefonzellen, Warenautomaten und ähnliche Einrichtungen;

  • 12. Zelte, bewegliche Stände, Schaubuden und ähnliche Einrichtungen auf Märkten, Ausstellungen, Zeltfesten und dgl.; Ausstellungsgegenstände und dgl.;

  • 12a. die dem Oö. Veranstaltungssicherheitsgesetz unterliegende Nutzung bestehender baulicher Anlagen;

  • 13. bauliche Anlagen zum Schutz vor oder zur Abwehr von Naturgefahren, die von einer Gebietskörperschaft errichtet werden, soweit es sich nicht um Gebäude handelt. 

  • 14. Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen aller Art, soweit es sich nicht um Gebäude oder um sonstige Bauwerke im Sinn des § 24 Abs. 1 Z 2 handelt;

  • 15. Anlagen, soweit sie dem Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz 2002 unterliegen, ausgenommen thermische Solaranlagen gemäß § 25 Abs. 1 Z 7a; 

  • 16. Messstellen gemäß § 5 Immissionsschutzgesetz - Luft;

  • 17. jagdliche Ansitzeinrichtungen wie Ansitzleitern, Jagdsitze, Jagdschirme, überdeckte oder begehbare Jagdhochstände mit einer nutzbaren Bodenfläche bis zu 3 m2 sowie Wildzäune;

  • 18. Gipfelkreuze, Bildstöcke, Marterl, Fahnenstangen und dgl.

(Anm: LGBl. Nr. 70/1998, 96/2006, 36/2008, 34/2013, 44/2019, 55/2021, 62/2021)

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§ 2 Allgemeines / Begriffsbestimmungen
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Begriffsbestimmungen

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§ 2 (1)
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(1) Im Sinn dieses Landesgesetzes bedeutet:

  • 1. Bebautes Grundstück oder bebauter Grundstücksteil: Grundstücke oder Grundstücksteile, auf denen sich nach diesem Landesgesetz bewilligungspflichtige oder nach § 24a anzeigepflichtige bauliche Anlagen befinden;

  • 2. Flächenwidmungsplan: Flächenwidmungsteil im Sinn von § 18 Abs. 1 Z 1 Oö. Raumordnungsgesetz 1994.  (Anm: LGBl.Nr. 125/2020, 55/2021)

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§ 2 (2)
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(2) Im übrigen gelten die Begriffsbestimmungen des Oö. Bautechnikgesetzes 2013. (Anm: LGBl.Nr. 34/2013) (Anm: LGBl. Nr. 70/1998)

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§ 3 Bauplätze / Allgemeines
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Allgemeines

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§ 3 (1)
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(1) Der Neu-, Zu- oder Umbau von Gebäuden darf nur auf Grundflächen bewilligt werden, für die eine Bauplatzbewilligung nach Maßgabe der Bestimmungen der §§ 4 bis 7 vorliegt oder gleichzeitig mit der Baubewilligung erteilt wird.

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§ 3 (2)
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(2) Abs. 1 gilt nicht für:

  • 1. Baubewilligungen, die gemäß § 35 Abs. 5 nur auf Widerruf oder nur für einen fünf Jahre nicht übersteigenden Zeitraum erteilt werden;

  • 2. Baubewilligungen für Gebäude auf Verkehrsflächen;

  • 2a. Baubewilligungen für zur Gänze unter dem künftigen Gelände gelegene Gebäude oder Gebäudeteile;

  • 3. Baubewilligungen für Gebäude im Grünland (§ 30 Abs. 2 bis 10 Oö. Raumordnungsgesetz 1994);

  • 4. Baubewilligungen für unmittelbar der Land- und Forstwirtschaft dienende Gebäude im Dorfgebiet (§ 22 Abs. 2 Oö. Raumordnungsgesetz 1994);

  • 5. Baubewilligungen für Gebäude, die nicht für Wohnzwecke bestimmt sind und baurechtlich nur untergeordnete Bedeutung haben (wie Garagen, kleine Kapellen, Garten- und Gerätehütten, Boots- und Badehütten, Gebäude für Umspann-, Umform- und Schaltanlagen und dgl. jeweils mit einer bebauten Fläche bis zu 70 m2), wenn Interessen an einer zweckmäßigen und geordneten Bebauung dadurch nicht verletzt werden.

(Anm: LGBl.Nr. 70/1998, 96/2006, 34/2013, 55/2021)


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§ 3 (3)
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(3) Grundstücke, deren Grenzen sich zur Gänze mit den in einem rechtswirksamen Bebauungsplan festgelegten Bauplatzgrenzen decken, gelten ohne Bewilligung nach § 5 als Bauplätze, wenn und sobald die ansonsten mit der Bauplatzbewilligung verbundenen Anliegerleistungen gemäß § 16 bis § 18 erbracht sind und die erforderliche Verbindung zum öffentlichen Straßennetz her- oder sichergestellt ist. Im Zweifel hat die Baubehörde die Bauplatzeigenschaft über Antrag des Grundeigentümers mit Bescheid festzustellen.

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§ 4 Bauplätze / Antrag
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Antrag

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§ 4 (1)
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(1) Die Bauplatzbewilligung ist bei der Baubehörde schriftlich zu beantragen. Der Antrag hat zu enthalten:

  • 1. den Namen und die Anschrift des Antragstellers;

  • 2. den Namen und die Anschrift des Eigentümers der betroffenen Grundstücke;

  • 3. die Grundstücksnummern und Einlagezahlen der betroffenen Grundstücke sowie die Katastralgemeinden, in denen diese Grundstücke liegen;

  • 4. die vorgesehenen Veränderungen;

  • 5. Angaben über die beabsichtigte Verbindung des Bauplatzes mit dem öffentlichen Straßennetz (§ 6 Abs. 3 und 4), über die beabsichtigte Art der Energieversorgung, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung sowie über die dem Antragsteller bekannten Bodenverhältnisse.

(Anm: LGBl. Nr. 70/1998)

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§ 4 (2)
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(2) Dem Antrag auf Bauplatzbewilligung ohne gleichzeitige Änderung der Grenzen von Grundstücken sind anzuschließen:

  • 1. soweit vorhanden - ein nach dem Forstgesetz 1975 oder den Richtlinien der Bundeswasserbauverwaltung erstellter Plan, der für den betreffenden Bereich die Gefahrenzonen darstellt; 

  • 2. die Zustimmung des Grundeigentümers (der Miteigentümer), wenn der Antragsteller nicht Alleineigentümer ist;

  • 3. im Fall von Baubeständen oder Leitungen ein Plan, in dem die auf den Grundstücken vorhandenen Baubestände (Gebäude und Schutzdächer) sowie die ober- und unterirdischen Leitungen dargestellt sind.

(Anm: LGBl. Nr. 96/2006, 55/2021)

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§ 4 (3)
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(3) Dem Antrag auf Bauplatzbewilligung bei gleichzeitiger Änderung der Grenzen von Grundstücken (Teilung) sind anzuschließen:

  • 1. - soweit vorhanden - ein nach dem Forstgesetz 1975 oder den Richtlinien der Bundeswasserbauverwaltung erstellter Plan, der für den betreffenden Bereich die Gefahrenzonen darstellt;

  • 2. die Zustimmung des Grundeigentümers (der Miteigentümer), wenn der Antragsteller nicht Alleineigentümer ist;

  • 3. ein Plan in dreifacher Ausfertigung oder im Fall einer elektronischen Einreichung ein digitaler Plan in einfacher Ausfertigung im maximalen Planformat DIN A3, der den bundesgesetzlichen Bestimmungen über Pläne für eine grundbücherliche Teilung entsprechen muss; in diesem Plan, soweit es die Übersichtlichkeit erfordert, in einem gesonderten Plan, müssen auch die auf den Grundstücken allenfalls vorhandenen Baubestände (Gebäude und Schutzdächer), die ober- und unterirdischen Leitungen sowie die Verbindung der Grundstücke zum öffentlichen Straßennetz (§ 6 Abs. 2 und 3) - unter Angabe der Straßenbezeichnungen - dargestellt sein.

(Anm: LGBl. Nr. 70/1998, 96/2006, 34/2013, 55/2021)

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§ 4 (4)
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(4) Abs. 3 findet auch dann Anwendung, wenn sich eine Änderung der Grenzen von Grundstücken aus der Grundabtretungspflicht gemäß § 16 Abs. 1 ergibt.

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§ 4 (5)
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(5) Die Landesregierung kann im Interesse einer möglichst einfachen und zweckmäßigen Gestaltung der Anträge durch Verordnung die Verwendung von Formularen vorschreiben. Ferner kann die Landesregierung durch Verordnung die Zahl der Ausfertigungen des gemäß Abs. 3 Z 3 dem Antrag anzuschließenden Plans erhöhen oder vermindern, wenn und insoweit dies mit Rücksicht auf die Anzahl der Parteien des Verfahrens oder die Behörden bzw. Dienststellen, denen Ausfertigungen zu übermitteln sind, für eine möglichst rasche, zweckmäßige oder kostensparende Durchführung des Verfahrens geboten ist. (Anm: LGBl.Nr. 55/2021)

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§ 4 (6)
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(6) Die Landesregierung kann im Interesse einer möglichst einfachen und zweckmäßigen Gestaltung der Anträge durch Verordnung die Verwendung von Formularen vorschreiben. Ferner kann die Landesregierung durch Verordnung die Zahl der Ausfertigungen

  • 1. des gemäß Abs. 2 Z 3 dem Antrag anzuschließenden Auszuges aus der Katastralmappe und

  • 2. des gemäß Abs. 3 Z 4 dem Antrag anzuschließenden Planes erhöhen oder vermindern, wenn und insoweit dies mit Rücksicht auf die Anzahl der Parteien des Verfahrens oder die mit Ausfertigungen zu beteilenden Behörden oder Dienststellen für eine möglichst rasche, zweckmäßige oder kostensparende Durchführung des Verfahrens geboten ist.

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§ 5 Bauplätze / Bauplatzbewilligung
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Bauplatzbewilligung

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§ 5 (1)
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(1) Über einen Antrag gemäß § 4 hat die Baubehörde einen schriftlichen Bescheid zu erlassen. Die Bauplatzbewilligung ist zu erteilen, wenn

  • 1. die erforderliche Zustimmung des Grundeigentümers vorliegt,

  • 2. der Erteilung nicht gesetzliche Bestimmungen oder Bestimmungen eines Flächenwidmungsplanes oder eines Bebauungsplanes entgegenstehen und

  • 3. die Bauplatzbewilligung mit den Grundsätzen der Sicherung einer zweckmäßigen und geordneten Bebauung vereinbar ist.Dabei sind die öffentlichen Interessen der Sicherheit, der Gesundheit, des Verkehrs und der Wahrung eines ungestörten Orts- und Landschaftsbildes besonders zu beachten. Der Bauplatzbewilligung stehen auch dann Bestimmungen eines Bebauungsplanes entgegen, wenn der nach § 4 Abs. 3 Z 3 vorgelegte Plan für Zwecke der grundbücherlichen Teilung die Grundabtretungspflicht gemäß § 16 Abs. 1 nicht berücksichtigt. (Anm: LGBl.Nr. 55/2021)

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§ 5 (2)
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(2) Grundflächen, die sich wegen der natürlichen und tatsächlichen Gegebenheiten (wie Grundwasserstand, Hochwassergefahr, Steinschlag, Rutschungen, Lawinengefahr) für eine zweckmäßige Bebauung nicht eignen oder deren Aufschließung unvertretbare öffentliche Aufwendungen (für Straßenbau, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Energieversorgung und dergleichen) erforderlich machen würde, dürfen nicht als Bauplätze bewilligt werden. (Anm: LGBl.Nr. 34/2013)

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§ 5 (3)
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(3) Die Bauplatzbewilligung kann auch unter Auflagen und Bedingungen erteilt werden, die der Sicherung der im Abs. 1 und 2 angeführten Interessen dienen. § 46 Abs. 4 erster Satz gilt sinngemäß.(Anm: LGBl.Nr. 34/2013, 55/2021)

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§ 5 (4)
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(4) Soweit nicht auf Grund der natürlichen Gegebenheiten gemäß Abs. 2 die Bauplatzbewilligung zu versagen ist, dürfen Bauplatzbewilligungen für Grundflächen im 100-jährlichen Hochwasserabflussbereich sowie in der roten oder gelben Gefahrenzone im Sinn forst- oder wasserrechtlicher Vorschriften des Bundes nur unter der Bedingung erteilt werden, dass Neu-, Zu- und Umbauten von Gebäuden hochwassergeschützt nach Maßgabe des § 47 Oö. Bautechnikgesetz 2013 ausgeführt werden können. (Anm: LGBl.Nr. 34/2013)

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§ 5 (5)
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(5) Die Grenzen eines Bauplatzes müssen sich zur Gänze mit den Grundstücksgrenzen decken. Ein Bauplatz kann dabei auch eine geringfügige Fläche, die als Grünland gewidmet ist, umfassen. (Anm: LGBl.Nr. 34/2013)

Diese ÖNORM enthält die Regeln für die Planung und Ausführung von Dachabdichtungen mit Bitumen- und Kunststoffbahnen, Abdichtungsplanen sowie Flüssigabdichtungen. Sie enthält Bestimmungen über zulässige Dachneigungen und geeignete Untergründe, Angaben zu An- und Abschlüssen sowie Anforderungen für die Ausbildung von Fugen und Angaben zur Planung und Ausführung der einzelnen Dachschichten wie Voranstrich, Dampfsperre, Wärmedämmung, Abdichtung, Ausgleichs-, Trenn und Gleitschicht, Beschüttungen. Gehbeläge, Begrünungen und Bauschutzabdichtungen sowie Dachaufbauten mit zwischen Dampfsperre und Abdichtung gedämmten Holztragkonstruktionen sind nicht Gegenstand dieser ÖNORM. Dachaufbauten mit einer Nutzungsdauer von weniger als fünf Jahren sind nicht Gegenstand dieser ÖNORM. Planung und Ausführung von vertikalen und horizontalen Abdichtungen bei erdberührten bzw. unter Geländeniveau angrenzenden Bereichen und Abdichtungen in Nassräumen sind nicht Gegenstand dieser ÖNORM. Abdichtungen mit kraftschlüssigem Verbund mit Asphaltschutzschichten sind in der RVS 15.03.12 geregelt. Die Verfahrens- und Vertragsbestimmungen für die Ausführung von Dachabdichtungen sind in der ÖNORM B 2220 geregelt. ÖNORM

B 3691 Ausgabe: 2019-05-01 Planung und Ausführung von Dachabdichtungen

  • 4.1  Allgemeines ......................................................................................................................................................................... 10

  • 4.2  Voranstriche (Grundierungen) ................................................................................................................................... 10

  • 4.3  Diffusionshemmende Schichten................................................................................................................................. 10

  • 4.4  Dachabdichtungen ........................................................................................................................................................... 11

  • 4.5  Dämmstoffe ......................................................................................................................................................................... 11

  • 4.6  Ausgleichs-, Schutz-, Gleit- und Trennschichten ................................................................................................. 11

  • 4.7  Kiesschüttungen................................................................................................................................................................ 12

  • 4.8  Materialien für Befestigungen..................................................................................................................................... 12

  • 4.9  Zubehör und Einbauteile ............................................................................................................................................... 12

4 Materialien .....................................................................................................................................................10

  • 5.1  Einwirkungen und Anforderungen ........................................................................................................................... 12

  • 5.2  Planungsanforderungen für die Bauphase ............................................................................................................ 13

  • 5.3  Dachaufbauten ................................................................................................................................................................... 14

  • 5.3.1  Nichtbelüftete Dächer ..................................................................................................................................................... 14

  • 5.3.2  Belüftete Dächer................................................................................................................................................................ 16

  • 5.3.3  Weitere Dachaufbauten.................................................................................................................................................. 17

  • 5.4  Nutzungskategorien ........................................................................................................................................................ 17

  • 5.5  Gefälle .................................................................................................................................................................................... 19

  • 5.5.1  Regelgefälle ......................................................................................................................................................................... 19

  • 5.5.2  Unterschreitung des Regelgefälles ............................................................................................................................ 19

  • 5.5.3  Gefälle größer 10 % ......................................................................................................................................................... 19

  • 5.5.4  Flachdachaufbauten mit Gefälledämmung ............................................................................................................ 20

  • 5.6  Zusatzmaßnahmen........................................................................................................................................................... 20

  • 5.7  Geeignete Untergründe .................................................................................................................................................. 20

  • 5.7.1  Untergründe aus Beton .................................................................................................................................................. 21

  • 5.7.2  Untergründe aus Profilblech........................................................................................................................................ 22

  • 5.7.3  Untergründe aus Holz und Holzwerkstoffen ........................................................................................................ 22

  • 5.7.4  Untergründe aus bestehenden Dachschichten (Dachsanierung) ................................................................ 23

  • 5.8  Einbauteile, Dachabläufe und Durchführungen .................................................................................................. 23

  • 5.9  Dachentwässerung ........................................................................................................................................................... 23

  • 5.9.1  Allgemeines ......................................................................................................................................................................... 23

  • 5.9.2  Entwässerungsrinnen ..................................................................................................................................................... 24

5.10 Bewegungsfugen ............................................................................................................................................................... 25

  • 5.10.1  Allgemeines.........................................................................................................................................................................25

  • 5.10.2  Fugen-Typ I .......................................................................................................................................................................... 26

  • 5.10.3  Fugen-Typ II ........................................................................................................................................................................ 26

5.11 Windsogsicherung............................................................................................................................................................ 27

  • 5.11.1  Kiesschüttung ..................................................................................................................................................................... 27

  • 5.11.2  Leichte Beläge .................................................................................................................................................................... 27

  • 5.11.3  Plattenbeläge......................................................................................................................................................................27

  • 5.12  Schneeschutzsystem........................................................................................................................................................ 27

  • 5.13  Kontrolle, Instandhaltung und Arbeitssicherheit ............................................................................................... 27

5 Allgemeine Planungsgrundsätze für Dachaufbauten ......................................................................12

  • 6.1  Allgemeines ......................................................................................................................................................................... 27

  • 6.2  Voranstrich und Grundierung ..................................................................................................................................... 28

6.2.1 Planung ................................................................................................................................................................................. 28

6.2.2 Ausführung .......................................................................................................................................................................... 28 6.3 Diffusionshemmende Schichten................................................................................................................................. 29

  • 6.3.1  Planung ................................................................................................................................................................................. 29

  • 6.3.2  Ausführung .......................................................................................................................................................................... 29

6.4 Wärmedämmung .............................................................................................................................................................. 30

  • 6.4.1  Planung ................................................................................................................................................................................. 30

  • 6.4.2  Ausführung .......................................................................................................................................................................... 32

6.5 Dachabdichtung................................................................................................................................................................. 33

  • 6.5.1  Planung ................................................................................................................................................................................. 33

  • 6.5.2  Ausführung von Abdichtungen ................................................................................................................................... 35

  • 6.5.3  An- und Abschlüsse.......................................................................................................................................................... 37

6.6 Ausgleichs-, Schutz-, Gleit- und Trennschichten ................................................................................................. 41

  • 6.6.1  Planung ................................................................................................................................................................................. 41

  • 6.6.2  Ausführung .......................................................................................................................................................................... 42

6.7 Beschüttungen und schwerer Oberflächenschutz.............................................................................................. 42

Anhang A (informativ) Leistungsstufen für flüssig aufzubringende Dachabdichtungen nach
ETAG 005 (alle Teile) ...................................................................................................................................44

7 Inspektion, Wartung und Instandhaltung............................................................................................42

Anhang B (normativ) Details zu Anschlüssen und Abschlüssen .......................................................

Die vorliegende Ausgabe berichtigt die Ausgabe ÖNORM B 3691:2019-02 und wurde ohne formelles Verfahren neu herausgegeben. Die Planung und Ausführung von vertikalen und horizontalen Abdichtungen bei erdberührten bzw. unter Geländeniveau angrenzenden Bereichen und Abdichtungen in Nassräumen sind in der ÖNORM B 3692 geregelt.

Abdichtungen mit kraftschlüssigem Verbund mit Asphaltschutzschichten sind in der RVS-Reihe „Bau- ausführung – Brückenbau – Abdichtung und Fahrbahn auf Brücken und anderen Verkehrsflächen aus Beton“ geregelt.

Die Verfahrens- und Vertragsbestimmungen für die Ausführung von Dachabdichtungen sind in der ÖNORM B 2220 geregelt.

Die Zuordnung der abzudichtenden Bauteile zu den einzelnen ÖNORMEN und der RVS 08.07.03 sind im Bild 1 dargestellt.

1 Anwendungsbereich

Diese ÖNORM enthält die Regeln für die Planung und Ausführung von Dachabdichtungen mit Bitumen- und Kunststoffabdichtungsbahnen bzw. Abdichtungsplanen sowie flüssig aufzubringende Dachabdichtungen.

Die vorliegende ÖNORM enthält außerdem Angaben zur Planung und Ausführung der einzelnen Dach- schichten wie Voranstrich, diffusionshemmende Schicht, Wärmedämmung, Abdichtung, Ausgleichs-, Trenn- und Gleitschicht sowie Beschüttung. Weiters enthält sie Bestimmungen über zulässige Dachnei- gungen, geeignete Untergründe, Anforderungen an die Ausbildung von Fugen und Angaben zu An- und Abschlüssen.

Nicht Gegenstand dieser ÖNORM sind:

— Geh- und Fahrbeläge sowie Begrünungen,

— Dachaufbauten mit einer geplanten Nutzungsdauer von weniger als fünf Jahren,

— Balkonplatten und auskragende Bauteile aus wasserundurchlässigen und feuchteunempfindlichen Baustoffen (z. B. Betonfertigteile).

Folgende Änderungen wurden durchgeführt:

— Die Mindesthöhen h2 über Belag sind von den Mindestanschlusshöhen h1 und der Dimension der vorgesetzten Entwässerungsrinnen abhängig. Daher wurde die Berechnung der Mindesthöhen h2 über Belag in Tabelle 9 und Tabelle 10 korrigiert, getrennt dargestellt und mit den Mindestwerten zusammengefasst.

— Die Legende von Bild B.2, Bild B.3, Bild B.5 und Bild B.6 wurde durch Trennung in Mindestanschluss- höhe h1 und Mindesthöhe h2 über Belag berichtigt.

— Die Werte in Tabelle B.2, Tabelle B.3, Tabelle B.5 und Tabelle B.6 wurden wie in Tabelle 9 in Min- destanschlusshöhen h1 und korrigierte Berechnungswerte der Mindesthöhen h2 über Belag getrennt und mit den Mindestwerten zusammengefasst dargestellt.

— Im Anhang F wurde beim Gefälle der Wert an den Abschnittstext angepasst.

Vorwort zur ÖNORM B 3691:2019-02-01

Die vorliegende ÖNORM gilt für die Planung und Ausführung von Dachabdichtungen.

Zweck dieser ÖNORM ist es

— eine Grundlage für die Planung, Ausschreibung und Vergabe durch klare Regelungen zu schaffen,

— eine Auswahl von geeigneten Materialien zu treffen,

— einen Qualitätsstandard für die Herstellung von Dachabdichtungen und des dazugehörenden Dach- aufbaus im Hinblick auf die Funktionsfähigkeit über die geplante Nutzungsdauer sicherzustellen,

— eine Verbesserung der Rechtssicherheit für die Auftraggeber- und die Auftragsnehmerseite zu schaffen.

Diese ÖNORM ist eine Grundlage für die ÖNORM B 2220, „Dachabdichtungsarbeiten – Werkvertragsnorm“.

Produktprüfungen sind nicht Gegenstand dieser ÖNORM.

Die vorliegende Ausgabe ersetzt die Ausgabe der ÖNORM B 3691:2012, die technisch überarbeitet wurde. Die wesentlichen Änderungen sind nachfolgend angeführt, wobei diese Zusammenstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

— Neuregelungen zu An- und Abschlüssen,

— Präzisierungen der Anforderungen an den Untergrund, die Dachentwässerung und die Windsogsicherung,

— neue Regelung für die zu verwendenden Wärmedämmungen, — erweiterte Angaben in Bezug auf Dehnfugenausbildungen, — Einführung des Begriffs „diffusionshemmende Schicht“,
— Aktualisierung der und der Dachentwässerung,

— Präzisierung hinsichtlich der Nutzung von Dächern

Planung und Ausführung von Dachabdichtungen

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Normen

ÖNorm B 3691

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